Frauen von unterschiedlichen Kulturen halten sich, Schleife umgibt alle und hält alle zusammen

Zwangsheirat

Mädchen und Frauen: Nein zur Zwangsheirat

Von einer Zwangsheirat spricht man, wenn Menschen gegen ihren Willen zur Eheschließung gezwungen werden. Im Unterschied dazu gibt es auch die "arrangierte Ehe", die von Verwandten veranlasst wird, aber mit Einverständnis der Ehepartner stattfindet. In Österreich sind jährlich bis zu 200 Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund von Zwangsheirat bedroht. Zwangsehen sind – auch wenn sie im Ausland geschlossen wurden – in Österreich verboten. Sie verstoßen gegen die Menschenrechte, und gelten als schwere Nötigung. Alle Personen, die eine Zwangsverheiratung organisieren und Druck ausüben, machen sich strafbar.

Für betroffene Mädchen und Frauen:
Achtung bei folgenden Ereignissen - lassen Sie sich auf jeden Fall beraten, wenn

  • Sie die Schule nicht mehr besuchen dürfen.
  • Sie ihre Berufsausbildung nicht mehr weiterführen oder den Beruf aufgeben sollen.
  • Ihre Eltern beginnen, vom Heiraten zu sprechen.
  • Verwandte und Bekannte öfters zu Besuch kommen und von Heirat sprechen.
  • es in Ihrer Familie und Verwandtschaft schon Zwangsheirat gab.
  • Ihre Familie überraschend eine Reise ins Herkunftsland plant.

Für ArbeitgeberInnen, BerufsbildnerInnen oder Lehrpersonen gilt:
Nehmen Sie Ängste einer betroffenen Person ernst und geben Sie ihr die Möglichkeit, vom Arbeitsplatz oder der Schule aus mit Beratungsstellen Kontakt aufzunehmen und gegebenenfalls während der Arbeits- bzw. Schulzeit Beratungstermine wahrzunehmen.

Was Sie sonst noch tun können haben wir von femail ausführlich in der Broschüre Zwangsheirat zusammengefasst.

Zwangsheirat

Eine Informationsbroschüre zum Thema Zwangsheirat für Mädchen und Frauen (Stand Jänner 2017)

Österreich sind jährlich bis zu 200 Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund von Zwangsheirat bedroht.

Gesetzlich ist klar, dass Zwangsehen in Österreich verboten sind - auch wenn sie im Ausland geschlossen wurden.

Folder Zwangsheirat

Folgende Hilfseinrichtungen & Notrufnummern stehen zur Verfügung:

Polizei-Notruf: 133

Frauenhelpline gegen Gewalt (rund um die Uhr; gebührenfrei)
T +43 800 222 555
frauenhelpline@aoef.at
www.frauenhelpline.at

Telefonseelsorge Vorarlberg: 142
Online Beratung: www.142online.at

Bundesweite Hilfseinrichtung

Orient ExpressBeratung und Notwohnung für Frauen von 16-24 Jahren
Schöngasse 15-17 / Top 2, 1020 Wien
T +43 1 728 9725
office@orientexpress-wien.com
www.orientexpress-wien.com

Außerhalb der Öffnungszeiten: Kontaktaufnahme über Frauennotruf (T +43 1 71 71 9) oder Frauenhelpline (T +43 800 222 555)

Hilfe und Unterstützung

femail FrauenInformationszentrum Vorarlberg
Marktgasse 6, 6800 Feldkirch
T +43 5522 31 002
info@femail.at

Verein Amazone Mädchenberatung
Kirchstraße 39, 6900 Bregenz
T +43 5574 4580
beratung@amazone.or.at
www.amazone.or.at

ifs Gewaltschutzstelle
Johannitergasse 6, 6800 Feldkirch
T +43 5 1755 535
gewaltschutzstelle@ifs.at
www.ifs.at

ifs FrauennotWohnung
das Frauenhaus in Vorarlberg (24 Stunden)
Postfach 61, 6850 Dornbirn
T +43 5 1755 577
frauennotwohnung@ifs.at
www.ifs.at

ifs Kinderschutz
Marktplatz 3, 6850 Dornbirn (Eingang Winkelgasse)
T +43 5 1755 505
kinderschutz@ifs.at
www.ifs.at 

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