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INVVO – Informiert Verhüten in Vorarlberg


 - ein Pilot- und Forschungsprojekt -

Aktuelles

Das Forschungs- und Pilotprojekt „INVVO – Informiert verhüten in Vorarlberg“ erfreut sich großer Nachfrage und wird von Bürgerinnen wie auch von den beteiligten Fachstellen sehr gut angenommen. Mit dem Forschungsprojekt wird untersucht, wie sich die Gesundheitsversorgung von Frauen verändert, wenn sie Verhütungsberatung und Verhütungsmittel kostenfrei erhalten. Mit den bisherigen Teilnehmer:innen kann dieses Szenario bereits umfassend untersucht werden. In diesem Zusammenhang führt Gesundheit Österreich derzeit ergänzende Befragungen durch. 

Fokus der aktuellen Projektphase (STAND: 1.10.2026):

Mädchen und Frauen in finanziell oder sozial belasteten Lebensphasen 
Angebot kostenloser Kondome 
Psychosoziale Verhütungsberatung 

Bei Fragen zum Projekt oder zur konkreten Vermittlung steht das Team von femail gerne zur Verfügung:
_ invvo@femail.at | ☎ 05522 / 31002-20

Zielgruppe: 
Sexuell mündige jugendliche Mädchen/Frauen
Armutsgefährdete oder -betroffene Frauen 
Frauen mit einer Beeinträchtigung 
Frauen mit keinen oder sehr schlechten Deutschkenntnissen 

Psychosoziale Verhütungsberatung

Das Gespräch bei der Fachärztin oder beim Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe ist die wichtigste Informationsquelle zum Thema Verhütung für Frauen. Gleich darauf folgt nach den Ergebnissen des Verhütungsberichts "Doktor Google". Das deutet darauf hin, dass es gelegentlich noch weiteren Informationsbedarf gibt. Rund um Verhütung ranken sich viele Themenkreise, zu denen im Laufe des Lebens Fragen und Gesprächsthemen aufkommen können.

  • Wie genau wirkt welche Verhütungsmethode in meinem Körper? Was hat Verhütung mit meinem Zyklus zu tun?
  • Welche Verhütungsmethoden passen eigentlich zu meiner Lebenssituation?
  • Wie ist das mit der Verhütungsverantwortung?
  • Was bedeutet es, Verantwortung alleine zu übernehmen und wie könnte Verantwortung aufgeteilt werden?
  • Und wenn wir schon über Verhütung sprechen - was kennzeichnet eine positiv besetzte und erlebte Sexualität?

In der psychosozialen Verhütungsberatung nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen rund um sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte. Melden Sie sich zur Terminvereinbarung per Mail: invvo@femail.at 

Hier zum Flyer Verhütungsberatung.

Spezielles Angebot für Jugendliche

Die amazoneBERATUNG in Bregenz, Dornbirn und Bludenz bietet besonders jugendgerechte und niederschwellige Verhütungsberatung für Mädchen*, junge Frauen*, inter*, nicht-binäre, trans* und agender Personen von 14 bis 25 Jahren an. Bei Interesse an kostenfreier Verhütung stellt auch der Verein Amazone im Rahmen des Pilotprojektes den INVVO-Pass aus, einhergehend mit einer Datenschutzaufklärung.

Kostenfreie Verhütung

Kondome: 
Jede Frau kann bei Interesse einen Vorrat von ca. 60 Kondomen bei uns abholen. Falls Sie Kondome brauchen, rufen Sie gerne zu unseren Öffnungszeiten an, ob Sie zur Abholung vorbeikommen können, oder vereinbaren Sie einen Abholtermin per Mail. 

Andere Verhütungsmittel kostenfrei erhalten:
Unsere verbleibenden Ressourcen setzen wir für die Verhütung von Frauen und Mädchen in finanziell oder sozial belastenden Lebensphasen weiterhin gerne ein. 

Die Auswahl, wer Verhütung im Rahmen des Projekts kostenfrei erhält, erfolgt in der aktuellen Projektphase nach sozialen Kriterien. Wir nehmen uns Zeit jede Anfrage persönlich zu prüfen. 

Wir werden folgende Informationen erfragen:   

  • Alter
  • Anzahl Kinder 
  • Sind Sie alleinerziehend? 
  • Beziehen Sie Sozialleistungen? 
  • Wie viel Geld bleibt Ihnen monatlich nach Abzug aller Fixkosten (Miete, Versicherung, Telefon, ec.) für Einkäufe und Freizeit? 
  • Sie sind Studentin: Ist finanzielle Unterstützung durch z.B. Familie für Ihre Verhütung gegeben? 

Geben Sie uns per Mail an invvo@femail.at Ihre Telefonnummer, wir melden uns dann innert einer Woche telefonisch bei Ihnen.  

Verhütung und Gesundheit sind sehr persönliche Themen. Darum ist es wichtig, dass wir besonders achtsam mit diesen Daten umgehen und alle teilnehmenden Mädchen und Frauen gut aufklären.

Informationen zur DSGVO

Informationen für Multiplikator:innen

Kolleg:innen aus anderen sozialen Einrichtungen können sich gerne weiterhin direkt beim INVVO-Team melden wenn für ihre Klientinnen Bedarf an psychosozialer Verhütungsberatung oder kostenfreier Verhütung besteht. Wir stellen gerne das Projekt in Ihrer Einrichtung vor oder informieren Ihre Zielgruppen direkt vor Ort. 

 

Informationen für Ärzt:innen

Ausgestellte INVVO-Pässe sind noch bis Ende 2026 gültig!

Die Ärztekammer Vorarlberg hat alle Informationen für Arztpraxen ebenfalls online verfügbar. Infoblatt Ärzt:innen 

FAQs

Wer darf mitmachen?

Erwachsene Frauen und Mädchen ab 14 die in Vorarlberg wohnen und Patientin einer Vorarlberger Gynäkologin/eines Vorarlberger Gynäkologen sind.

Zunächst konnten alle die sich interessieren teilnehmen - Die weibliche Bevölkerung Vorarlbergs sollte so gut wie möglich durch das Projekt abgebildet werden. Hierbei spielten z.B. das Alter, der Wohnort aber auch der - nach Kriterien der Statistik Austria gemessene Status als Mensch mit "Migrationshintergrund" eine Rolle. 

Dank der großen Nachfrage ist die erste Phase des Projektes abgeschlossen.  

In der aktuellen Phase unterstützen wir Frauen und Mädchen in sozial oder finanziell belastenden Situationen. Wir urteilen nach sozialen Kriterien. 

Wir werden folgende Informationen erfragen:   

  • Alter 
  • Anzahl Kinder 
  • Sind Sie alleinerziehend? 
  • Beziehen Sie Sozialleistungen? 
  • Wie viel Geld bleibt Ihnen monatlich nach Abzug aller Fixkosten (Miete, Versicherung, Telefon, ec.) für Einkäufe und Freizeit? 
  • Sie sind Studentin: Ist finanzielle Unterstützung durch z.B. Familie für Ihre Verhütung gegeben? 

Schreiben Sie uns per Mail an invvo@femail.at  Ihre Telefonnummer, wir melden uns dann innert einer Woche telefonisch bei Ihnen. 

(Stand: 20.10.2025)

Wie läuft das ab?
  • Ihr Anliegen wird innert 1-2 Wochen geprüft. Bei einer Zusage zur Projektteilnahme, werden Sie einen Termin in der Fachstelle im femail Feldkirch bekommen. Beim Termin erhalten Sie alle Informationen zum Forschungsprojekt und zum Thema Datenschutz. Wenn Sie sich dazu entscheiden beim Projekt mitzumachen, erhalten Sie Ihren persönlichen INVVO-Pass. 
  • Den ausgefüllten INVVO-Pass nehmen Sie zum nächsten Termin bei Ihrer Gynäkologin / Ihrem Gynäkologen mit. Gemeinsam mit Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt wählen Sie das passende Verhütungsmittel, dies wird im INVVO-Pass eingetragen. 
  • Dann erhalten Sie Ihr Verhütungsmittel  direkt bei Ihrer Ärztin (zB Drei-Monats-Spritze, Spirale) oder in der Apotheke (zB Pille, Hormonring) für 12 Monate kostenfrei 
  • Wenn Sie sich für Kondome entscheiden, bekommen Sie diese im femail.

(Stand: 20.10.2025)

Wie lange ist der INVVO-Pass gültig?

Der INVVO-Pass ist grundsätzlich bis zum Ende des Projekts am 31.12.2026 gültig. Wichtig ist aber, dass Sie VOR dem 31.12.2026 Ihr Verhütungsmittel erhalten haben.

Warum gibt es das Angebot nur für Frauen und Mädchen ab 14 Jahren?

Verschreibungspflichtige Verhütungsmittel wirken im Körper von Mädchen und Frauen.
Der Verhütungsbericht 2024 hat ergeben, dass ein hoher Anteil von Frauen die Kosten für Verhütung alleine trägt. Gerade darum soll beforscht werden wie es sich auswirkt wenn Frauen von diesen Kosten entlastet werden.

Verhütungsverantwortung ist ein wichtiges Thema - das Angebot der psychosozialen Verhütungsberatung wendet sich bewusst an Mädchen und Frauen, um sie darin zu stärken, mit Beziehungs- und Sexualpartner:innen darüber zu sprechen. 

(Stand: 20.10.2025)

Was bedeutet die Zustimmung zur Begleitforschung?

Mit der Zustimmung zur Begleitforschung geben Sie uns die Möglichkeit unterschiedliche Daten anonymisiert über Sie zu Forschungszwecken an die Gesundheit Österreich GmbH weiterzuleiten.

Detaillierte Informationen über das Thema Datenschutz finden Sie in diesem Infoblatt.

Ist das Projekt für mich abgeschlossen, sobald ich das Verhütungsmittel erhalten habe?

Ja, es ist kein weiterer persönlicher Termin im femail notwendig. Sie geben Ihren INVVO-Pass, sobald Sie Ihr Verhütungsmittel erhalten haben, bei Ihrer Ärztin (Spirale, Stäbchen, 3-Monatsspritze) oder Ihrer Apotheke (alle Packungen für 12 Monate Pille/Pflaster/Ring abgeholt) ab.

Einzelne Frauen werden eingeladen, ob sie freiwillig an einer Gesprächsrunde (Fokusgruppe) teilnehmen wollen.

Alle Teilnehmer:innen werden im Verlauf des Projektes bis Ende 2026 weitere Fragebögen per Mail zugesandt. Die Beantwortung ist freiwillig, je mehr Frauen jedoch die Fragen beantworten, desto höher ist die Aussagekraft der Forschungsergebnisse. Diese werden evtl. für künftige politische Entscheidungen herangezogen. 

(Stand: 20.10.2025)

Wer führt die Gespräche im femail durch?

Im INVVO-Projektteam arbeiten Sexualpädagoginnen, Hebammen und eine Klinische und Gesundheitspsychologin.

Meine Gynäkologin ist Wahlärztin. Erhalte ich dann auch kostenfreie Verhütung?

Sie können den INVVO-Pass bei fast allen niedergelassenen Gynäkolog:innen in Vorarlberg einlösen. Unabhängig davon erhalten alle teilnehmenden Frauen/Mädchen in jedem Fall ihr Verhütungsmittel. Am besten nehmen Sie den Pass zu Ihrer nächsten Vorsorgeuntersuchung mit.

Wird auch das Entfernen der Spirale oder des Implanons aus dem Projektbudget finanziert?

Nein, das Projektbudget steht lediglich zur Finanzierung von Verhütungsmitteln und psychosozialer Verhütungsberatung zur Verfügung. Kosten, wie z.B. das Entfernen einer bisherigen Spirale oder auch das spätere Entfernen der übers Projekt finanzierten Verhütungsmittel können nicht übernommen werden.

Ich erhalte das Pillenrezept bisher von meiner Hausärztin. Kann ich auch dort den INVVO-Pass einlösen?

Nein, Sie können den INVVO-Pass nur bei einer Gynäkologin oder einem Gynäkologen einlösen.

Ich interessiere mich für Kondome, muss ich dann auch einen Termin bei der Frauenärztin ausmachen?

Einen Vorrat an Kondomen (63 Stück) erhalten Sie direkt im femail oder im Verein Amazone, da es sich hier nicht um ein verschreibungspflichtiges Verhütungsmittel handelt. Im Sinne Ihrer Gesundheit empfehlen wir aber in jedem Fall die jährliche Vorsorgetermine bei der Gynäkologin wahrzunehmen.

Wir haben folgende Kondome vorrätig:  
Reguläre Größe: Blausiegel Das Origainal intensive (Nominale Breite 53 mm) 
Kleine Größe:  Mister Size Pure Feel (Nominale Breite 47 mm) 
Größere Größe: Mister Size Pure Feel (Nominale Breite 57 mm) 

(Stand: 20.10.2025)

Ich bin aktuell nicht Patientin bei einer Frauenärztin/einem Frauenarzt in Vorarlberg. Erhalte ich über das Projekt schneller einen Termin?

Nein, wir können leider keine schnellen Termine bei einem Arzt/einer Ärztin anbieten. Wenden Sie sich am besten an die Arztpraxis wo Sie zuletzt waren, auch wenn das schon einige Jahre her ist. Grundsätzlich läuft das Projekt bis Ende 2026. Ihr INVVO-Pass ist mindestens 12 Monate gültig, d.h. es ist aus rein organisatorischen Gründen nicht notwendig terminlich vorgezogen zu werden. Bei akuten gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte an eine Arztpraxis oder die Gesundheitshotline 1450.

Bieten Sie auch Beratung mit Dolmetsch an?

Wir bieten im Rahmen des Projekts Informationstermine für Gruppen zum Projekt und zum Thema Verhütung in den Sprachen Arabisch und Türkisch an. Schriftliche Informationen zum Projekt gibt es auf Deutsch, in Arabisch und Türkisch. Ebenso können wir die Formulare in diesen beiden Sprachen zum leichteren Verständnis vorlegen.

Für Termine bei der Gynäkologin können wir leider keine Sprachvermittlung anbieten.

Ich habe noch ein gültiges Rezept für die Pille. Wann soll ich dann den INVVO-Pass einlösen?

Wir empfehlen, dass Sie das gültige Rezept zuerst einlösen und in Ihrem normalen Rhythmus der Arztbesuche und Rezeptausstellung den INVVO-Pass erst einlösen. Der INVVO-Pass ist grundsätzlich bis zum Ende des Projekts am 31.12.2026 gültig. Wichtig ist aber, dass Sie VOR dem 31.12.2026 Ihr Verhütungsmittel erhalten haben, da es sonst nicht mehr übers Projekt abrechen bar ist.

Ich nehme schon seit 3 Jahren die Pille und möchte aber für das Projekt sehr gern umsteigen. Ist das möglich?

Sie wählen im Beratungsgespräch mit Ihrer Ärzt:in das passende Verhütungsmittel. Selbstverständlich ist dabei auch möglich, dass Sie sich für ein anderes Produkt als die Pille entscheiden. Der INVVO-Pass kann Ihnen entweder einmalig ein Langzeitverhütungsmittel (Spirale/Implanon), oder für 12 Monate Kurzzeitverhütungsmittel finanzieren (Kondom/Pille/Pflaster/Ring).

(Stand: 20.10.2025)

Kann ich mich im femail zur natürlichen Verhütung beraten lassen, und werden Kosten für Verhütungscomputern übernommen?

Gerne finden wir im Rahmen der psychosozialen Verhütungsberatung heraus, welche Verhütungsmethoden für Sie in Frage kommen. Wir besprechen z.B. auch, wie Sie Ihren Körper im Verlauf des Zyklus beobachten und wahrnehmen. Die symptothermale Methode der natürlichen Familienplanung ist eine kostengünstige und sichere Verhütungsmethode. Sie kann jedoch nicht innert einer Stunde erlernt werden. Sollte Ihr Interesse daran geweckt werden, geben wir gerne Infos zu vertiefenden Kursen, Büchern und Apps. Solche Kurse bietet das INVVO-Projekt aktuell nicht selbst an. Wir können Ihnen einen Vorrat Kondome mitgeben und sollten Sie sich für Verhütungscomputer interessieren, haben wir seit kurzem die Möglichkeit Ihnen einen trackle zu finanzieren.

(Stand: 20.10.2025)

Was passiert, wenn eine eingesetzte Spirale oder ein Stäbchen aufgrund von Nebenwirkungen entfernt werden muss?

Wenden Sie sich bei unerwünschten Nebenwirkungen, oder gesundheitlichen Beschwerden an die Ärzt:in, welche das Verhütungsmittel verordnet hat. Sollte ein Entfernen z.B. der Spirale erforderlich sein, können wir keine Kosten für das neue Verhütungsmittel mehr übernehmen.  

Überlegen Sie eine Hormonspirale/stäbchen einsetzen zu lassen und sind noch unsicher, ob Sie die hormonelle Wirkung vertragen werden? Wir schlagen vor, dass Sie vor dem Einsetzen für 2-3 Monate eine Pille mit der entsprechenden Zusammensetzung auf eigene Kosten einnehmen, um die Wirkung in Ihrem Körper zu testen. Lösen Sie erst danach den Pass ein.

(Stand: 20.10.2025)

Ich habe bereits über den INVVO-Pass z.B. die Pille für 3 Monate bezogen, und merke Nebenwirkungen. Kann ich die Verhütungsmethode wechseln?

Wenden Sie sich bei unerwünschten Nebenwirkungen, oder gesundheitlichen Beschwerden an die Ärzt:in, welche das Verhütungsmittel verordnet hat.  

Im INVVO-Projekt ist ein einmaliger Wechsel innerhalb der Gruppe der Kurzzeitverhütungsmittel - sprich andere Pille/Pflaster/Ring/3-Monatsspritze - möglich. Sie können sich also z.B. eine andere Pille verschreiben lassen und diese weiter über den INVVO-Pass in der Apotheke beziehen - insgesamt max. Für 12 Monate. Der Wechsel zu einer Langzeitverhütung (Spirale/Stäbchen) kann nicht über das INVVO-Projekt finanziert werden!

(Stand: 20.10.2025)

Ich habe eine Absage der Kostenübernahme meiner Verhütung erhalten, welches andere Angebot gibt es für mich?

Gerne können Sie eine kostenfreie psychosoziale Verhütungsberatung bei uns in Anspruch nehmen, oder einen Vorrat an Kondomen bei uns abholen.

(Stand: 20.10.2025)

Informationen in Fremdsprachen

Wir bieten für Frauen aus dem arabischen und türkischen Sprachraum Informationstermine zum Thema Verhütung allgemein und zum Projekt im Speziellen.

Nähere Informationen dazu erhalten Sie direkt beim Projektteam.

Informiert verhüten in Vorarlberg auf Türkisch

Info-Karte auf Türkisch

Informiert verhüten in Vorarlberg auf Arabisch

Info-Karte auf Arabisch

Allgemeine Informationen zum Projekt

Vorarlberg ist Modellregion für ein Pilotprojekt des Gesundheitsministeriums:  Im Rahmen des Projektes erhalten Frauen und jugendliche Mädchen ab 14 Jahren in Vorarlberg kostenlosen Zugang zu Verhütungsberatung. Zudem sieht das Projektbudget die Kostenübernahme von Langzeit- sowie Kurzzeitverhütungsmitteln von bis 3.500 Frauen vor. Ziel des Projektes ist es, die Gesundheit von Frauen nachhaltig zu stärken und Daten für zukünftige Angebote zu erheben.

Einen wichtigen Teilbereich der Frauengesundheit macht die sexuelle und reproduktive Gesundheit aus. Diese ist von verschiedenen Faktoren abhängig – unter anderem von der sexuellen Selbstbestimmung und der individuellen Familienplanung. Eine aktuelle Verhütungsstudie des Gesundheitsministeriums verdeutlicht die Wichtigkeit von kostenfreier Verhütungsberatung und kostenfreier Verhütung für die Verbesserung der Gesundheit von Mädchen und Frauen in Österreich.

Kostenlose Verhütungsberatung und Verhütung
Aus diesem Grund startet in Vorarlberg im Oktober 2024 ein bundesweit einzigartiges Pilotprojekt, das von femail konzipiert und entwickelt wurde: Teilnehmende Frauen und Mädchen ab 14 Jahren (ab dann gelten Jugendliche als sexuell mündig) erhalten kostenfreien Zugang zu Verhütungsberatung und Verhütungsmitteln – und zwar unabhängig von ihrer finanziellen Situation. 

Beratungsleistungen als wichtiger Projektbaustein
Die medizinischen und psychosozialen Beratungsleistungen sind essenzieller Bestandteil des Projektes. Denn bislang gibt es in Österreich im Bereich der sexuellen Bildung – insbesondere für Erwachsene – kaum Angebote. Auch das Angebot für Mädchen und junge Frauen ist ausbaufähig. Um selbstbestimmte Entscheidungen über ihr sexuelles und soziales Leben treffen zu können, sollten sich Frauen und Mädchen ihr Leben lang gut informiert mit Sexualität und Verhütung auseinandersetzen. Denn all diese Faktoren zahlen schlussendlich in ihre Gesundheit ein.  Das Projekt ist so konzipiert, dass die psychosozialen Beratungsleistungen selbst dann noch angeboten werden können, wenn das Budget für die Sachkosten bereits ausgeschöpft ist. Wir schaffen damit österreichweit ein einzigartiges Angebot und eine wichtige Schnittstelle zu den Fachärzt:innen.

femail Fachstelle Frauengesundheit als zentrale Anlaufstelle
Angeboten wird die psychosoziale Verhütungsberatung von der femail Fachstelle Frauengesundheit und ab Jänner 2025 in einem eingeschränkten Kontingent auch vom Verein Amazone um speziell jugendliche Mädchen besser zu erreichen.

Projektpartner und Zuständigkeitsbereiche
Für die gesamte administrative und kaufmännische Verwaltung und Abwicklung zeichnet die aks gesundheit GmbH verantwortlich. Der aks verfügt über umfangreiche Expertise im Bereich der Beschaffung und Abrechnung medizinischer Sach- und Dienstleistungen.  Gynäkolog:innen sind dabei ebenfalls zentrale Projektpartner:innen, ohne die das Pilotprojekt für femail in dieser Form nicht realisierbar wäre. 

Die Ärztekammer Vorarlberg sowie die Apothekerkammer unterstützen das Projekt wesentlich.

Projektziele
Im Rahmen des Projektbudgets haben so viele  Frauen wie möglich in Vorarlberg während des Zeitraums des Pilotprojekts – unabhängig von ihrer finanziellen Situation und anderen sozioökonomischen Faktoren – kostenfreien Zugang zu menschenrechtsbasierter Verhütungsberatung und Verhütungsmitteln.

Das Projekt liefert wichtige Daten zur Untersuchung des Verhütungsverhaltens von sexuell mündigen Mädchen und Frauen in der Pilotregion und im Projektzeitraum.

Zielgruppen
Sexuell mündige jugendliche Mädchen und Frauen die verhüten möchten. Das Projektdesign berücksichtigt besonders die intersektionale Perspektive, um erhöhte Risiken der sexuellen und reproduktiven Gesundheit von vulnerablen Teilzielgruppen auszugleichen:

  • Jugendliche Mädchen und junge Frauen
  • Armutsgefährdete oder -betroffene Frauen
  • Frauen mit einer Beeinträchtigung
  • Frauen mit keinen oder sehr schlechten Deutschkenntnissen

Das Modellprojekt setzt an den bestehenden Strukturen des Vorarlberger Sozial- und Gesundheitswesens an und fokussiert konzeptuell auf das „Normalitätsprinzip". Damit ist der Zugang niedrigschwellig und möglichst nah an dem zu beforschenden Modellszenario der kostenfreien Verhütung für alle Frauen. 

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