Frau mit Rucksack in Bergen

Frauengesundheitstag Vorarlberg

Wissen vermehren - Gesundheitskompetenz stärken

Unter Gesundheitskompetenz versteht man die Fähigkeit, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und anzuwenden, um die eigene Gesundheit positiv zu beeinflussen. In unserer Gesellschaft sind mehrheitlich Frauen für die Gesundheit in der Familie zuständig und treffen häufig gesundheitsbezogene Entscheidungen. Zudem erkranken Frauen anders als Männer. Erkenntnisse der sogenannten Gendermedizin, die geschlechtsspezifische Unterschiede in Vorbeugung und Diagnostik von Erkrankungen aufzeigt, sind wichtig für Frauen. Eine hohe Gesundheitskompetenz befähigt, die eigene Gesundheit positiv zu beeinflussen und selbstbestimmt zu entscheiden.

Mit der Fachstelle Frauengesundheit unterstützt femail Frauen in Vorarlberg mit Vorträgen, persönlichen Gesprächen, Workshops und die Vernetzung mit Expertinnen und Experten.

Der 5. Frauengesundheitstag Vorarlberg

Am 7. Oktober fand der Frauengesundheitstag Vorarlberg zum 5. Mal statt. Titel der diesjährigen Veranstaltung war "Frauen in der zweiten Lebenshälfte – Herausforderungen und Chancen". Als Veranstaltungsort konnte auch dieses Jahr wieder das Montforthaus fixiert werden und wir freuen uns, dass wir rund 75 Fachpersonen und Interessierte vor Ort begrüßen durften.

Beleuchtet wurden verschieden Aspekt des Älterwerdens, die Frauen im Besonderen betreffen wie doppelte Altersdiskriminierung, Pflege, Wechseljahre und Altersarmut.

Nach der Eröffnung durch Landesrätin Wiesflecker folgte der Einführungsvortrag von Dr.in Heidi Kaspar vom Department für Gesundheit an der Fachhochschule Bern. In ihrem Vortrag „Frauen in der zweiten Lebenshälfte – zwischen Abhängigkeiten und Freiheiten" thematisierte sie verschiedene Alterskonzepte, die stärkere Altersdiskriminierung von Frauen, die Feminisierung des Alters und ihre Auswirkungen auf Frauen, die Angehörigenbetreuung sowie sorgende Gemeinschaften und alternative Wohnformen im Alter.

Der zweite Vortrag „Work Life Balance in der Pflege" wurde von Andrea Haidacher, DGKP, Care Managerin und zertifizierte Case Managerin, gehalten. Anhand eines Praxisbeispiels schilderte sie eindrücklich die Wichtigkeit von guter Information, Organisation und Zusammenarbeit von professioneller Pflege mit den Angehörigen. Zudem gab Sie Tipps und Informationen für pflegende Angehörige und betonte die Wichtigkeit einer ausgewogenen Work Life Balance.

Nach der Pause fanden 2 Parallelworkshops statt.

Der Workshop „Wechseljahre – Aufbruch in neue Denkweisen" wurde von Cornelia Luterbacher, Dozentin am Frauenseminar Bodensee geleitet. Sie animierte die Teilnehmerinnen dazu hinter die Symptome der Wechseljahre zu schauen und deren Bedeutung in einem positiven Licht zu sehen, frei nach dem Motto von Astrid Lindgren „Es gibt kein Verbot für alte Weiber auf Bäume zu steigen" .

Im zweiten Workshop mit dem Titel „Ich bin es mir wert – der Altersarmut entgegen wirken" informierte MMag.a Simone Strehle-Hechenberger , Leiterin der ifs Schuldenberatung über die Enstehungsfaktoren für Altersarmut bei Frauen sowie über verschiedene Möglichkeiten Vorsorge zu treffen.

Die Präsentationen zum Download finden Sie hier:

Wir verwenden Cookies, um Zugriffe auf unsere Website zu analysieren.

Mehr Infos Ablehnen Akzeptieren