Frauen und Mädchen lernen nur selten sich zu wehren. Die Erziehung stellt noch immer das Ideal der braven, fügsamen Frau in den Vordergrund, die auf die Bedürfnisse der Männer eingeht. Während bereits kleine Buben spielerisch ihre Durchsetzungs- und Verteidigungsfähig-keiten üben, werden aggressive Spiele und Raufereien bei Mädchen schnell eingebremst oder verboten. Durch das Erleben der eigenen Unterlegenheit haben Mädchen leicht Angst vor Auseinandersetzungen und vermeiden daher Situationen, die ein kämpferisches Auftreten erfordern. Je länger das Motto der Konfliktvermeidung das Leben bestimmt, desto schwieriger wird es, dieses Verhaltensmuster zu verändern.
Mittlerweile gibt es Selbstverteidigungstechniken speziell für Mädchen und Frauen. Im Unterschied zu herkömmlichen Kampf- und Verteidigungssportarten nehmen sie Rücksicht auf die besondere Situation von Mädchen und Frauen und berücksichtigen deren körperliche und psychische Konstitution.
In eigenen Kursen können Frauen und Mädchen lernen, wie sie sich am besten gegen Bedrohungen und Gewalt wehren können. Der Erfahrungsaustausch und das gemeinsame Üben stärken Selbstvertrauen und Mut, die erlernten Techniken helfen nicht nur bei akuten Gefahren.
Selbstverteidigungskurse für Frauen und Mädchen werden von verschiedenen Einrichtungen der Erwachsenenbildung und Jugendarbeit angeboten.
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Mittwoch, 16.02.2011

